Dienstag, 19. März 2013

Immernoch da, aber längst verloren.

Der Zahn der Zeit nagt unausweichlich an meiner Seele. Erfahrungen kommen und gehen. Menschen kommen und gehen. Ich komme und gehe. Doch irgendetwas bleibt. Was ist dieses Bleibende? Woher soll ich das verdammt noch mal wissen, denke ich. Nikotin beruhigt. 
Komische Welt - einfach hineingeboren, ohne eine Erlaubnis. Warum fragt niemand, ob ich überhaupt leben will. Was ist Leben? Wer sagt mir, wie ich lebe? Verzweiflung in den Gliedern spürbar. Im Kopf ist das schon lange kein Thema mehr, nur noch weiter machen. Immer weiter, nach vorne. Ist das überhaupt die richtige Richtung? Wenn ich mal rückwärts gehen würde, wäre das auch kein Problem. Wen interessiert das schon, wohin ein Mensch geht. Der Mensch. Ich - oder auch nicht.







Interessanter Charakter: 

The Governor

Bei ihm handelt es sich um den Anführer einer kleinen Siedlung namens Woodbury und einen Antagonisten für Rick und seine Gruppe. Seine Erlebnisse und Verluste haben ihn zu einem Monster gemacht, das nach außen eine Fassade aufrecht erhält. Er lässt prinzipiell niemanden mehr aus Woodbury gehen und sammelt abgeschnittene Köpfe in Aquarien. Andere Überlebende sind für ihn nur mögliche Quellen für benötigte Dinge, die er sich mit Gewalt aneignet. Er beginnt eine Beziehung mit Andrea, die keine Ahnung von seinem wahren Ich hat.

Donnerstag, 3. Januar 2013

Viel geschehen - Nichts passiert.

Neues Jahr, neues Glück, Nils. Denke ich mir immer wieder jedes neue Jahr, obwohl es dieses mal etwas anders war. Eigentlich sind es Konventionen die rhythmisch verlaufen. Kaum fährt man nach Hause um seine Liebsten zu sehen, ist schon all' jenes geschehen um einander größtmöglichen Ekels zu werden. Vollgefressen und ausgekotzt auf dem Weg ins neue Jahr. Richtig schön, oder? 

Und dann sind da noch Gefühle. Neues Jahr, neues Glück, Nils. Denke ich mir immer wieder jedes neue Jahr, obwohl es dieses mal etwas anders war. Mir persönlich als Mann fällt es oft schwer mich angemessen auszudrücken. Ist so ein Testosteronding, denke ich. Beim Schreiben ist das anders. Da kann man sich Zeit nehmen. Manchmal wünsche ich mir, mich neu erfinden zu können. Mich zu verändern, damit die Welt zufrieden mit mir sein kann. Einfach in der Masse verschwinden, unbedeutend sterben, obwohl man anders hätte können. Gewinnen ist leicht, meine lieben Menschenfreunde. Sich fallen lassen, aufgeben, sterben. Richtig schön, oder?

Und dann sind da noch Freunde. Neues Jahr, neues Glück, Nils. Denke ich mir immer wieder jedes neue Jahr, obwohl es dieses mal etwas anders war. Die Jahre meines Lebens ziehen an mir vorbei, wie kleine Wassertropfen, die sich beim Duschen an meiner Haut vom Kopf aus hinunterperlt. Ebenso perlen meine Freunde an mir ab. Manche halten sich vielleicht länger, aber letztendlich gibt es nur eine Richtung. Auch wenn diese Kraft unsichtbar ist, wirkt sie sich unaufhaltsam auf das Objekt aus. Ich stehe nur daneben und tue nichts. Freunde verlieren, neue gewinnen. Selbstentfremdung, Vereinsamung. Richtig schön, oder?







Entschuldigung für diesen Text. Wer ficken will, muss freundlich sein.

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Geburtstagsabfuck.

Und mal wieder ist es soweit. Mal wieder werde ich ein Jahr älter, morgen genau um sechs Uhr. Hat mir meine Mutter mal erzählt, als ich gefragt habe. Natürlich antwortet sie, wenn ich frage. Ich traue mich nur oft nicht zu fragen. Fragen beschäftigen mich in meinem Leben fast so viel, wie Menschen. Vielleicht sind ja Menschen die Antwort auf meine Fragen. Ich weiß es nicht, will's nicht wissen. Werde ich dich je vermissen? Kam mir gerade so in den Sinn. Triviale Gedanken über nichtige Aussagen. Das ist das was mich beschäftigt: Selbstverständliches nicht selbstverständliches sehen, aber trotzdem gedankenlos antworten. Was machen wir bloß mit so einer Generation von Menschen? Am besten vergessen. Habt ihr euch schon einmal Gedanken darüber gemacht, dass ihr irgendwann vergessen sein werdet? Vielleicht ist einer eurer Nachkommen, wenn wir welche haben, so eifrig und führt einen weiten Stammbaum zurück in die Zeit der maximalen Verdummung um über uns zu lachen;  oder zu weinen, weil es nichts schönes mehr auf dieser Welt gibt. Aber dennoch wird eure Person, euer Charakter, also das, was euch ausmacht, in der unendlichen Ewigkeit der Existenz oder auch Nichtexistenz verloren sein. "Man lebt weiter in den Menschen, die einen lieben". Und was ist, wenn diese Menschen sterben? Alles ist endlich, auch wenn es uns Angst macht. Da ändern keine Menschen etwas dran, keine beantwortet unbeantworteten Fragen und vor allem kein Geburtstag.





Happy Birthday, Nils.

Sonntag, 26. August 2012

Monster.


Ein feuchter Atem im meinem Nacken.
Zunge, Zähne, weit're Zacken,
Berühren mich.

Berühre dich!
Nun auch  dieses leise Tacken,
Angst um einen anzupacken.

Ich bin doch christlich,
Dennoch Christ ich
habe dir zu beichten.

Fang nun an umher zu schleichen.
dennoch fraglich,
wenn dann frag' Ich -

Dass ich nicht auf frommste Weisen
lebte, es gibt auch and're Seiten!
Wie soll deine Strafe heißen?

Darf ich dir den Hals zerbeißen,
an dem Körper weiter gleiten,
deinen Torso dann ausweiden?

Welcher Gott würd' das gutheissen,
Mich, den Sünder, zu verspeisen?!
Lass mein Messer in dich gleiten.

Spüre jetzt das kalte Eisen,
mein schwaches Herz in zwei zu teilen.
Es wird wohl nie verheilen.






Älteres Gedicht von mir.

Sonntagswirrwarr.

Guten Morgen Nils, denke ich, während das starke prasseln des Regens mich sanft weckt. Solche Tage sind mir die liebsten. Grauer Himmel, trübe Gedanken und ein Hauch von Unlust. Dieser Hauch weht immer durchs Fenster, wenn ich rauche. Rauchen ist morgens eigentlich ekelhaft, aber irgendwie fuckt es nicht noch mehr ab, als die voraussichtliche Planung des Tages, die immer in meinem Kopf rumschwirrt- oder auch wirrt? Hier unterm Dach bin ich alleine, oder auch nicht, aber ich fühle mich alleine, wenn ich nach draußen schaue. Diese Menschen, dieses Volk der versklavten Seelen, ihre Gedanken vorgegeben weiterdenkend durch die schmalen Straßen huschend, sterbend. Ich schaue von hier oben herunter, ziemlich arrogant, denke ich, denn ich mache es doch nicht besser. Bestenfalls schlechter- verzweifelter Wirrwarr meines Kopfes entspringend, so bunt wie Toilettenpapier. Ich wickel es um meinem Hals, über meine Lippen, Augen und Ohren. Jetzt bin ich schlimmstenfalls besser- hoffnungslose Erinnerungen prägen mein Bewusstsein. Was auch sonst? Was bleibt mir auch sonst, außer Erinnerungen, Erfahrungen, durchzogen von Erscheinung und Täuschung. Ich sacke zusammen, knie auf dem Boden. Gebt mir doch bitte Antworten. Sichere Worte. - Es ist Sonntag, vielleicht auch Montag. Nein, ich bin mir sicher, es ist Montag.









Alkohol ist ´ne komische Sache:
Wenn man traurig ist trinkt man, um zu vergessen. Wenn man glücklich ist, um zu feiern. Und wenn nichts passiert trinkt man, DAMIT etwas passiert!
- Charles Bukowski

Donnerstag, 23. August 2012

Bierdeckelnotizen.

Vorderseite:

Da sitzen und warten... Ein schreckliches Gefühl von gezwungendermaßender Ausgeliefertheit. In der kühlen Luft kann ich die Schwüle vom Nachmittag spüren, die Erinnerung von heute, den Mittag dabei komplett vergessend. Mit der Seele aus den Augen fließen, denke ich. Mit einer Schrotflinte direkt in die Fresse schießen. Der Goa-Schuppen gestern war zu krass, hat mich weggebeamt. Ich schmecke gerne Gefühle, gerne Erinnerungen, auf meiner Haut und rieche Angst, Verzweiflung, Aggressivität mit meinen Ohren. Ich ficke gerne-


Rückseite:

Stell Dir vor einen Text auf die Haut zu tätowieren. Nicht nur sonen Zweizeiler, wie bei Jacky aus dem Osten. Ich will jeder sein, jeder soll ich sein. Dann denke ich nicht mehr so klar, aber bin mir einig. Ich beiße gerne, schreie gerne, hab die Kleine gerne. Es ist so bedenklich, wie wir jetzt leben, es fühlt sich aber so gut an. Gefühle zu fühlen ist wichtig, auch von anderen Menschen, die es verdeint haben. Nicht wie diese Roboteraffen-




Dienstag, 7. August 2012

kalt Träumen.

Es ist kühl. Sommernächte können so wunderbar kühl sein, obwohl es warm ist. Der klare Himmel versteckt sich hinter dem Mond. Er lächelt mich an, ich lächle zurück. Ich träume, er träumt, sie träumt, sie träumen. Die Fenster der Menschen sind dunkel und manche funkeln in die Sommernacht, wie kleine Sterne- doch ich scheine wie der Mond. Träume in Sommernächten sind andere, sie sind ganz besonders. Besonders gerne träume ich absurd. Wie paradox, dass doch gerade im Traum nichts absurd ist. Absurdität gibt es nur in der Realität. Ist Realität absurd? Ich sehne mich doch so nach dem Wahren, nach dem Richtigen, dass das Wahre und das Richtige, unwahr und unrichtig erscheint. Der Mond scheint auch in mich hinein, so wie mein Traum aus mir herausscheint, wie ich als Mond aus dem Fenster. Bin ich nun der Mond, der Traum oder gar Ich? Ich weiß es nicht. Wissen denke ich nur punktuell zu wissen, wenn ich gerade bin. Wann bin ich denn? Ich bin, wenn ich scheine, wie der Mond. Ich bin, wenn ich träume, wie die Sterne. Ich bin, wenn ich Ich bin, wie Ich. Es ist halb vier Uhr morgens. Sollte ich nicht nun träumen? Nein, denke ich. Ich scheine lieber oder bin ich lieber Ich? Jetzt sicherlich nicht. Scheinen ist warm, der Schein wärmt mich. In der kühlen Sommernacht, bin ich nur Ich, wie ich scheine und träume. Du kannst nicht mehr aufwachen, denn du träumst, wie du scheinst, wenn ich Ich bin. Ich rüttel dich, versuche dich zu wecken. Vielleicht wache Ich auf, vielleicht auch du. Ich hoffe, dass wir uns morgen sehen, gegenüber stehen. Denn das ist kein Traum- es ist ein kalter Traum.